Mittwoch, 28. November 2007

Die Gretchenfrage: wie fährt so was?

Wenn 12 Zylinder jeweils im Format eines halbe-Liter-Bierkruges, zwangsbeatmet über zwei Turbolader fünfhundert Pferdestärken Leistung und achthundert Newtonmeter Drehmoment an die mit hochfesten Stahl verstärkte Hinterachse losgelassen werden, stellt man sich die Frage: kann man damit überhaupt normal fahren? Oder produziert man permanent Burn Outs und fährt in der Stadt dem Vordermann drauf? Die Antwort ist enttäuschend: das Auto fährt völlig unspektakulär. Ein Uneingeweihter würde beim normalen Fahren niemals erahnen, welche Leistung dahinter steckt.

Aber es gibt durchaus spektakuläre Dinge, die das Fahrzeug etwas anders machen als andere Autos:

Das Ein-Gang-Getriebe. Natürlich hat er eigentlich ein 5-Gang-Automatikgetriebe. Aber selbst in den besten Autos, die ich bisher gefahren habe, merkt man wie das Getriebe schaltet. Ein kleiner Ruck und vor allem man hört es: die Drehzahl verändert sich; der Motor klingt anders. Hier nicht! Nur wenn man auf den Drehzahlmesser schaut, sieht man, dass er tatsächlich schaltet. Das Motorgeräusch bleibt immer das gleiche Summen (oder Rauschen vom Durchfluss des Benzins :-) - egal bei welcher Drehzahl und die Rucke fehlen vollständig. So fährt er sich wie ein Ein-Gang-Getriebe. Und nochwas: egal wie schnell man ist, wenn man das Gaspedal durchdrückt, wird man noch schneller. Immer per Geisterhand. Immer ohne Geräusche. Als ob man immer im selben Gang wäre.

Tja und dann ist das bestimmt eine schauklige Sänfte? Weit gefehlt! Das Fahrwerk ist überraschend straff aber natürlich nicht unkomfortabel. Egal, wie schnell man um die Kurve fährt, das Auto neigt sich keinen Millimeter zur Seite. Realisiert wird das über das sogenannte ABC Fahrwerk - das verstellt hydraulisch Dämpfer und Stabilisatoren, um das Fahrzeug beim Anfahren, Bremsen und Kurvenfahren immer exakt in der Waagrechten zu halten.

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